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Einmal Aufregung und zurück – Das Finale des Special Impact Awards aus Marinas Sicht

HEIMATSUCHER_Special Impact Award

Am 6. Juni durften Sarah und ich HEIMATSUCHER im Finale des Special Impact Awards der KfW-Stiftung vertreten. Was für eine Ehre! Was für eine Aufregung! Drei Projekte – ichó, compangion2go und eben wir – hatten je fünf Minuten Zeit, um die Jury vom eigenen Projekt zu überzeugen und deutlich zu machen, wofür sie die 20.000 € Preisgeld verwenden würden. Zwei Tage emotionale Achterbahnfahrt für fünf Minuten. Gelohnt hat sich jede einzelne. Ich möchte Euch ein wenig auf diese aufregende Reise mitnehmen.

Freitag – Um jede Sekunde feilschen

Was ist HEIMATSUCHER? Welches soziale Problem lösen wir mit welcher innovativen Lösung? Wie genau machen wir das? Was ist unsere Vision? Wo soll es hingehen? Wie haben wir uns im Stipendium entwickelt? Was haben wir geschafft und wo hängen wir gerade? Wobei soll uns das Preisgeld helfen und warum sind wir in der Lage, unsere selbstgesteckten Ziele zu erreichen und damit auch das Geld sinnvoll einzusetzen? Und was ist eigentlich unsere persönliche Geschichte?

Das sind ganz schön viele Fragen für ganz schön wenige Minuten. Bis Freitagabend haben Sarah und ich um jedes einzelne Wort unserer Präsentation gefeilscht. Kann man das nicht noch besser auf den Punkt bringen? Können wir das anschaulicher beschreiben? Für mich war es vor allem herausfordernd, meine eigene Geschichte zu finden. Bei Sarah ist das einfach – schließlich kann sie ihre Geschichte mit der Gründung verknüpfen…

Doch nach und nach habe ich gemerkt, dass meine Geschichte ganz eng mit dem Wachstum des Vereins verknüpft ist. Wie HEIMATSUCHER habe auch ich in den letzten Jahren Neues gewagt. Ich habe dazu gelernt und bin mutiger geworden. Wo ich mich anfänglich gerne hinter der Fotokamera versteckt habe, präsentiere ich nun den Verein vor ziemlich wichtigen Leuten.

Ich hatte also meinen Platz gefunden und die Präsentation war abgeschickt… Oje, auf was hab ich mich da eingelassen?

Montagnachmittag – Begrüßung in Frankfurt mit Beruhigungs-Eis

Meine Zeit in Frankfurt begann schon am Montagnachmittag. Ich wurde von Manfred und Ute mit einem Eis und einem sonnigen Spaziergang durch den Park begrüßt. Wer Beruhigung samt Wohlgefühl braucht, dem kann ich die beiden nur empfehlen.

Später ist Sarah dazugekommen und mit ihr die Aufregung. Aber Manfred und Ute haben Essen, Kakao und fröhliche Geschichten aus dem Hut gezaubert und wir hatten einen großartigen, ablenkenden Abend – Danke einmal mehr für die Heimat.

Dienstag – So viel Aufregung für fünf Minuten

Am nächsten Morgen haben Sarah und ich die Chance genutzt, eine Fünf-Minuten-Punktlandung zu üben. 6 Minuten. 5:30 Minuten. 5:13 Minuten. [etwas schneller reden 😉 ] 5:00 Minuten – Juhu! Und dann ging es auch schon zur KFW, wo die Preisverleihung stattfand.

HEIMATSUCHER_Special Impact AwardNach Reden und Podiumsdiskussion wurde es ziemlich bald ernst für uns. Wir durften als zweites Team pitchen, direkt nach Compangion2go, die einfach toll waren. Aber jetzt konnte ich auch nicht mehr raus aus der Nummer… Wie es mir währenddessen ging, kann ich gar nicht mehr sagen. Aber die Erleichterung und auch der Stolz im Anschluss hat ganz schnell alle Aufregung vergessen lassen. Da fielen die Antworten auf die Fragen der Jury plötzlich ganz leicht und wir konnten die großartige Präsentation von ichó richtig genießen. Überhaupt konnte man im Anschluss eigentlich nur feststellen – egal, wer gewinnt, jedes Projekt hätte es verdient.

Wir sind an dem Abend nicht als Gewinner, aber als glückliche Finalisten mit vielen neuen Kontakten nach Hause gegangen. Vor allem aber habe ich zum ersten Mal öffentlich von meiner Geschichte erzählt – und das war gar nicht so schlimm 😉

Eure Marina

HEIMATSUCHER_Special Impact Award