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Schulbesuch in Gütersloh

Der heutige Tag mit HEIMATSUCHER an der Elly-Heuss-Knapp Realschule begann für Vanessa, Sarah und mich sehr früh – bereits um sieben Uhr trafen wir in Gütersloh ein. Mir fiel das frühe Aufstehen noch ziemlich schwer, da das einer meiner ersten Schulbesuche war. Vanessa und Sarah machten da schon einen abgehärteten Eindruck, da muss ich mir wohl noch einiges von abgucken.

Der herzliche Empfang an der Schule ließ schon auf einen schönen Tag dort schließen. Besonders, da wir sie nach dem Projekt ganz offiziell zu einer Kooperationsschule ernennen durften. Der Schulleiter teilte uns danach auch mit, dass das Zweitzeug*innenprojekt fest im schulinternen Curriculum der zehnten Klasse verankert sei.

Eben mit den drei Klassen der jetzigen zehnten Jahrgangsstufe durften wir heute einen interessanten Vormittag verbringen – zwei Klassen davon hat Vanessa übernommen, während ich ihr liebevoll als PC-Bediener*in und Schildträger*in assistieren durfte. In der ersten Klasse hat Vanessa die Geschichte von Rolf Abrahamsohn erzählt und die Schüler*innen haben ihr gespannt gelauscht. Seine Geschichte hat mich persönlich auch wirklich getroffen – wie eine Schülerin passend zusammenfasste:

»Es ist einfach viel zu viel passiert« (Iman).

In der zweiten Runde mit der anderen Klasse, in der auch der Schulleiter, ein Mitarbeiter des Stadtarchivs und ein Mitarbeiter des Bildungsministeriums NRW still teilgenommen haben, erzählte Vanessa Chava Wolfs Lebensgeschichte. Auch bei dieser konnten die Schüler*innen viele wichtige Gefühle und Gedanken einfangen, über die wir mithilfe der Fußspuren geredet haben.

Ich fand es beeindruckend zu sehen, wie und auch wie unterschiedlich die Kinder reagierten – manche starrten auf den Boden, andere waren eher schockiert und einige waren sichtlich getroffen und mussten das, was sie gehört haben, erst einmal verdauen. Allerdings ist es auch schwierig, alle Schüler*innen zu erreichen – vor allem, wenn sie im Alter der Zehntklässler sind.

Ich glaube, wenn ein*e Schüler*in fragt, ob man bei HEIMATSUCHER ein Praktikum machen kann, ist das eines der besten Komplimente, die man nach so einem Projekttag bekommen kann!

Bernadette Schendina