Archiv, Archiv 2016

Das HEIMATSUCHER-Jahr 2016

Zweitausendsechzehn – wir blicken freudig zurück auf ein Jahr voller Erfolge, schöner Momente und toller Begegnungen.

Wenn wir vergleichen, wo wir am Anfang dieses Jahres standen und wo wir heute stehen, wird uns bewusst, was wir alles Tolles erreicht haben – aber natürlich auch, was es noch zu tun gibt.

Wir möchten gerne einen (Rück)Blick auf einige der Ereignisse und Erfolge des Jahres 2016 mit Euch teilen.

Das HEIMATSUCHER-Jahr 2016 in Preisen und Auszeichnungen

Im Februar starteten wir direkt voll durch: HEIMATSUCHER befand sich unter den Finalist*innen der Google Impact Challenge. Weiter ging es mit dem Gewinn des startsocial Sonderpreises für ehrenamtliches Engagement der Bundeskanzlerin im Juni – der im Kanzleramt von Angela Merkel persönlich überreicht wurde. Eine Heimat erhielten wir im September: Durch den Gewinn des Beratungsstipendiums vom Social Impact Lab Duisburg konnten wir in Arbeitsräume auf dem Gelände der Haniel-Stiftung einziehen. Ruhmreich endete das Jahr dann Ende November mit der Verleihung des Zukunftspreises der Israelstiftung in Deutschland unter dem Motto »Erinnern in Zukunft«. Man kann also sagen, ein Gänsehautmoment folgte dem nächsten.

Das HEIMATSUCHER-Jahr 2016 in Zahlen

Rund 2.350 neue Zweitzeug*innen und 40 Workshops

In den Schulen, die wir in diesem Jahr unter anderem in Osnabrück, Duisburg, Bayreuth und Hamburg besuchten, wurden zahlreiche Schüler*innen zu Zweitzeug*innen und formulierten liebevolle Briefe an die Überlebenden. Sie hörten zu und erzählen heute die Lebensgeschichten, die sie gehört haben, weiter.

Von Februar bis Mai durften wir 1.833 Besucher*innen im Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten in unserer Ausstellung begrüßen, darunter 600 Schüler*innen.

Über 7 Gespräche mit Überlebenden

Jeder einzelne der Besuche bei Henny Brenner, Leslie Schwartz, Gerda Rosenthal, Eberhard Polednik, Heinz Hesdörffer, Siegmund Pluznik, Eva Weyl, Micha Schliesser und Wolfgang Lauinger bewegte uns wieder zutiefst und führte uns aufs Neue den Sinn unserer Arbeit vor Augen. Wir danken ihnen allen für ihre Bereitschaft, sich zu öffnen und ihre bewegenden Geschichten uns und den Zweitzeug*innen mit auf den Weg zu geben.

113 Mitglieder und 80 Ehrenamtliche
Im Laufe des Jahres sind viele neue Gesichter zum HEIMATSUCHER-Team hinzugestoßen. Von 100 Mitgliedern und 30 Ehrenamtlichen zu Beginn des Jahres sind wir auf 113 Mitglieder und 80 Ehrenamtliche gewachsen – wir freuen uns natürlich über jeden Neuzugang im neuen Jahr!

2 Ehrenamts-Wochenenden
Eine Gelegenheit, sich kennenzulernen und kreativ zu werden, hatte das Team im Rahmen der zwei Ehrenamtswochenenden im April in Wuppertal und im November in Osten. Hier widmeten wir uns insbesondere Fragen zur bisherigen und zukünftigen Zusammenarbeit, gemeinsamen Werten, Kommunikationswegen und Fundraising.

Das HEIMATSUCHER-Jahr 2016 in den Medien

© ZDF, Cornelia Lehmann

Ganz besonders wichtig und erfreulich ist für HEIMATSUCHER die Präsenz in den Medien, da die Menschen so auf uns und unser Projekt aufmerksam werden. Ganz deutlich merkten wir dies nach Ruth-Annes erfolgreichem Auftritt bei Markus Lanz im Oktober, dem wir zahlreiche Klicks, Likes und Anfragen zu verdanken haben.

Auch durch Zeitung und Radio erhielt HEIMATSUCHER eine große mediale Aufmerksamkeit: Unter anderem erschienen Artikel im Kölner Stadtanzeiger und der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung sowie Interviews mit dem WDR. Zuletzt erhielten wir im Dezember die Möglichkeit in der Talk-Sendung nacht:sicht des Bayrischen Rundfunks unsere Arbeit in einem 30-minütigen Exklusivinterview vorzustellen.

Im September freuten wir uns schließlich über den 1000sten Like auf Facebook. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an alle, die die Arbeit von HEIMATSUCHER verfolgen und unterstützen!

Grade in den letzten Tagen, in denen schlimme Ereignisse pietätlos für rechte Zwecke instrumentalisiert werden, wird uns immer wieder klar, wie wichtig unsere Arbeit ist.

Um an dieser Stelle Sarah, unsere erste Vorsitzende, zu zitieren, die bei der Verleihung des Zukunftspreises der Israelstiftung Deutschland sagte:

»Wir müssen einfach noch lauter werden!«

Unter diesem Motto möchten wir auch 2017 da weitermachen, wo wir 2016 aufgehört haben, um noch mehr Zweitzeug*innen zu erreichen. Wir DANKEN allen, die uns bisher auf unserem Weg begleitet haben und in Zukunft noch mit uns weitergehen!