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LzO fördert Schulprojekte zur »Erinnerungskultur«

Oldenburg, 24.10.2017 – Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) unterstützt den Verein HEIMATSUCHER e.V. bei seiner Arbeit gegen das Vergessen wichtiger Zeitzeugenberichte mit einer großzügigen Förderung: Am 24. Oktober 2017 überreichte Gabriele Mesch von der LzO an Katharina Spirawski von HEIMATSUCHER  einen Scheck über 3.000 Euro für zwei Projekte in Oldenburger Schulen.

Die Mitglieder und Ehrenamtlichen von HEIMATSUCHER e.V. erzählen als Zweitzeugen – also als Zeugen der Zeitzeugen –  die Geschichten von Schoah-Überlebenden in Schulen und bei Ausstellungen, bilden junge Menschen zu weiteren Zweitzeugen aus und engagieren sich so gegen Antisemitismus und Rassismus.

Katharina Spirawski, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für evangelische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Oldenburg, engagiert sich seit 2011 bei HEIMATSUCHER e.V. und leitet die didaktische Arbeit des Vereins.  Vom 24. bis zum 27. Oktober betreut sie für den Verein die Projektwoche der IGS Kreyenbrück anlässlich des Erinnerungsgangs 2017. Das zweite geförderte Projekt führt sie am 21. November mit einer 10. Klasse am Neuen Gymnasium in Oldenburg durch.

»Ich freue mich, nun auch mit größeren Projekten an meinem Wohnort aktiv sein zu können«, so Spirawski. Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen der IGS erarbeiten in der Projektwoche unter anderem Stop-Motion-Videos mit den Lebensgeschichten der Holocaust-Überlebenden und präsentieren diese am 27. Oktober in der Schule. »Durch die intensive Auseinandersetzung mit den Lebensgeschichten der Zeitzeugen, die sich mit Ausgrenzung und Verfolgung, aber auch mit Hoffnung, Freude  und Überleben beschäftigen, erhalten die Kinder und Jugendlichen einen ganz anderen Zugang zur Geschichte, als dies im Schulalltag möglich ist«, erläutert Spirawski.

»Die Auswirkungen von Flucht und Ausgrenzung gewinnen weltweit wieder zunehmend an Bedeutung. Daher finden wir es wichtig, dass sich junge Menschen frühzeitig der gesellschaftlichen Verantwortung  im Kontext mit historischen Verläufen bewusst werden. Gerne fördern wir deshalb das Zweitzeugenprojekt, um die Erinnerungskultur auch in nachfolgenden Generationen wachzuhalten«,  so Gabriele Mesch.

Über HEIMATSUCHER

HEIMATSUCHER e.V. ist das Zweitzeugenprojekt in Deutschland: Persönliche Erzählungen von Schoah-Überlebenden machen Geschichte nachfühlbar und die Bedeutung für das eigene Leben greifbarer. Doch Zeitzeuginnen und Zeitzeugen werden nicht mehr lange sprechen können. Damit sie zukünftig nicht verstummen, erzählt der Verein als Zweitzeugen ihre Geschichten über das Leben vor, während und nach dem Holocaust in Ausstellungen und Schulklassen weiter und bildet Kinder und Jugendliche zu neuen Zweitzeugen aus. 

Pressekontakt:

Christina Walther, E-Mail: presse@heimatsucher.de

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