Evangelische Akademie

Suche: HEIMAT – Zu Gast sein auf einer Tagung

Am Samstag den 04.03.2017 folgte ich, Katharina, der Einladung zur Tagung des Arbeitskreises Populäre Kultur und Religion (AK POP) nach Hofgeismar, ins schöne Hessen.

Dort wurde in der wirklich schönen Evangelischen Akademie eine Tagung mit dem Namen: »Suche: Heimat « abgehalten. Vor Beginn fragte ich mich selbst nach meiner Beheimatung auf der Tagung: Wurde ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder als Zweitzeugin eingeladen? In beiden Rollen habe ich viel zu dem Tagungsthema beizutragen und doch wird mir in den Vorbereitungen klar: Ich möchte über unsere Zeitzeugen sprechen, davon berichten, dass Heimat auch verloren gehen kann und dass für unseren Verein der Begriff eine ganz besondere Bedeutung hat. Darum nenne ich meinen Vortrag: »Wenn Heimat schmerzt «.

All die anderen Vorträge der Tagung behandeln den Heimatbegriff im Heute, untersuchen ihn auf Bedeutung, in unterschiedlichen Facetten und Settings. Meine Perspektive ist die von Rolf Abrahamsohn, der Heimat verlor und sie sich hart zurück erkämpfen musste. So vorbereitet mache ich mich auf den Weg vom hohen Norden nach Hessen. Der sogenannte AK POP, ein religionspädagogischer Arbeitskreis der zu unterschiedlichen popkulturellen Phänomenen eine theologische Sichtweise einnimmt, empfängt mich freundlich. Die Tagung ist spannend gestaltet, besonders reißt mich der Vortrag zum Thema »Heimatgefühle im Weltall« mit. In die Perspektivenvielfalt passt mein Vortrag gut und ich freue mich über die Teilnehmer*innen, die mir gespannt zuhören. Die anschließende Diskussion nach meinem Vortrag bietet interessante Ansichten über unsere Arbeit und Rolfs Lebensgeschichte. HEIMATSUCHER vor interessierten Wissenschaftler*innen vorzustellen, ist für mich immer wieder eine Freude und bringt jedes Mal wieder neuen Input.

Danke an den AK POP für die Einladung, HEIMATSUCHER würde sich über ein Wiedersehen freuen.

Katharina Müller-Spirawski

Was ist HEIMATSUCHER?

Wir von HEIMATSUCHER e.V. interviewen Zeitzeug*innen des Holocausts, dokumentieren ihre Geschichten und erzählen sie dann in Schulklassen und unserer Ausstellung weiter. Der Überlebende Elie Wiesel sagte einmal: »Jeder der heute einem Zeitzeugen zuhört, wird selbst ein Zeuge werden.« Und so sehen wir unseren Auftrag darin, als »Zweitzeug*innen«, (junge) Menschen stark gegen jegliche Art von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu machen.