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Zweitzeugen-AG startet am Marianum in Meppen

Seit diesem Schuljahr gibt es bei HEIMATSUCHER ein neues Konzept: Wir haben eine AG erarbeitet und bilden nun Schüler*innen aus. Sie werden selbst zu Zweitzeug*innen, die dann im kommenden Schulhalbjahr ihren jüngeren Mitschüler*innen die Lebensgeschichten unserer Zeitzeug*innen nahebringen. Das Marianum in Meppen ist die erste Schule, an der dieses Peer-to-Peer-Konzept nun umgesetzt wird.

Am 13. September 2017 waren Katharina und Verena in der Schule und haben die neugegründete Schule-ohne-Rassismus-Gruppe besucht. Sie besteht aus 18 Schüler*innen der 10. Klassen und zwei engagierten Lehrern, die fortan die AG gemeinsam bestreiten. In drei längeren Workshops hören die Schüler*innen die Lebensgeschichten und lernen sie selbst zu erzählen. In diesem ersten Workshop erfuhren sie mehr über Rolf, Siegmund, Hannah, Erna und Tibi und hatten viele Fragen zu deren Leben. Von Anfang bis Ende waren die Jugendlichen sehr motiviert bei der Sache und haben sich ausführlich beteiligt. Wir sind ganz begeistert von dem großen Interesse und beeindruckt vom Vorwissen der Schüler*innen. So berichteten einige von ihren Erfahrungen bei einer Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz und verknüpften unsere Erzählungen mit dem dort Gesehenen, andere sahen Parallelen in der Geschichte zu heutigen politischen Bewegungen.

Wir sind froh, die AG mit so vielen interessierten und engagierten Jugendlichen durchführen zu können und freuen uns auf die nächsten Monate im Marianum. Dankbar sind wir der Ludwig-Windthorst-Stiftung für ihre ideelle und finanzielle Unterstützung dieses tollen Vorhabens.