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Auf einen Kaffee mit Pia Weber

Pia ist die neue Organisatorin der HEIMATSUCHER e.V. Zeitzeug*innen Interviews. Es ist eine herausfordernde, verantwortungsvolle und vor allem wichtige Aufgabe, die sie mit vollem Elan und Begeisterung weiter vorantreibt. Dank des Social Impact Wirkungsfonds ist es uns nun möglich Pias Stelle zu finanzieren. Jetzt haben wir sie selbst einmal zu einem Interview gebeten:

Pia, wie bist du zum Team Zeitzeug*innen gekommen?

Ich bin vor kurzem ins Ruhrgebiet gezogen und habe dort über mehrere Ecken Vanessa Eisenhardt kennengelernt. Vanessa erzählte mir dann zum ersten Mal von HEIMATSUCHER und eben auch, dass dort ein Job ausgeschrieben war. Der Verein hat mich sofort begeistert! Eigentlich wollte ich mich zuerst nur ehrenamtlich engagieren, aber durch das Stellenangebot wurde es mir ermöglicht, mich intensiver einzubringen. Je länger ich bei Team Zeitzeug*innen arbeite, desto mehr wird mir bewusst, wie wichtig die Arbeit von HEIMATSUCHER ist. Und ich muss sagen – es macht auch einfach unglaublichen Spaß mit diesen großartigen Menschen zusammenzuarbeiten.

Was macht die Arbeit für HEIMATSUCHER e.V. so besonders?

Mit fällt immer mehr auf, dass Rassismus und Antisemitismus wieder salonfähiger werden. Heimatsucher leistet hier einen wichtigen Beitrag, denn die Arbeit des Vereins zeigt auf eindrückliche Art und Weise, welche Folgen diese Ausgrenzungsmechanismen für Menschen haben können. Jedes Mal, wenn ich mich mit dem Schicksal unserer Zeitzeug*innen auseinandersetzte, ist es für mich ein Ansporn gegen Rassismus und Antisemitismus zu kämpfen. Und genau das macht Heimatsucher auf verschiedenen Wegen – mit Ausstellungen und vor allem mit den Schulprogrammen.

Was interessiert dich besonders an deinem Aufgabenbereich?

Mein Aufgabenbereich beinhaltet viele spannende und interessante Aufgaben; angefangen von Recherchearbeiten, über die Organisation eines Interviews bis hin zum Fundraising. Am meisten interessieren mich die Aufgaben, die im Hintergrund laufen – also Fundraising und die Organisation im Allgemeinen.

Ich finde es als Historikerin aber auch spannend, etwas über die Zeitzeug*innen herauszufinden und dann zu sehen, wie diese ihre Geschichten erzählen. Es macht mir auch einfach unglaublich viel Freude ein Interview zu organisieren und mit neuen, sehr interessanten Leuten in Kontakt zu kommen. Und man ist oft die Überbringerin schöner Neuigkeiten – das macht Freude!

Wo und mit wem wird dein erstes Interview-Projekt sein?

Momentan sind die Planungen noch in vollen Gange. Viel darf ich noch nicht sagen. Nur soviel: Das nächste Interview wird noch im August mit einer Dame in Prag stattfinden.

Welche Begegnung hat dich in deiner Zeit bei HEIMATSUCHER e.V. bisher am meisten beeindruckt?

Im ersten Moment hat mich der gesamte Verein extrem beeindruckt. Da ich ja Heimatsucher-Neuling bin, musste ich mich erst einmal in die Vereinsstrukturen einarbeiten. Dabei habe ich gemerkt, was alles in den letzten Jahren geleistet und wie viel bereits erreicht wurde. Das war für mich das Beeindruckendeste.

Welche persönlichen Ziele hast du für deine Arbeit?

So viele Geschichten wie möglich festzuhalten und weiterzutragen. Also vor allem die angedachten Interviews zu planen und durchzuführen. Es wäre auch schön, wenn sich noch weitere Interviews ergeben würden.

Was wünscht du dir für die Zukunft für euer Team und HEIMATSUCHER e.V.?

Ich wünsche mir, dass die Zusammenarbeit so herzlich und offen bleibt, wie es momentan ist und ich mich noch lange beteiligen darf. Für den Verein wünsche ich mir, dass auch in Zukunft die Arbeit so erfolgreich bleibt (und noch erfolgreicher wird), wie sie momentan ist. Ich hoffe auch, dass wir mit unserer Arbeit möglichst viele Menschen, insbesondere Schüler*innen, erreichen und diese in Sachen Rassismus und Antisemitismus sensibilisieren können.

Vielen lieben Dank Pia!