Ausstellung in Oldenburg – Ein Rückblick

Das neu zusammengesetzte Team »Ausstellung und Veranstaltungen« hat die erste Bewährungsprobe bestanden: Nach intensiver Vorbereitung eröffneten wir am Sonntag, den 13.01.2019, gemeinsam mit Herrn Krogmann, Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg, mit einer gut besuchten Vernissage unsere Ausstellung im Stadtmuseum Oldenburg.

Dank der großzügigen Spende der Regionalen Stiftung der Landessparkasse zu Oldenburg war es uns möglich, unsere Ausstellung in den sechs Räumen nahezu vollständig zu präsentieren.

Neben den Porträts unserer Zeitzeugen war daher auch die Sonderausstellung von Siegmund Pluznik zu sehen. Selbst als jüdischer Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus verfolgt, widmete er nach dem Krieg sein Leben dem Kampf gegen das Vergessen. Seine Botschaft:

»Um jemanden in Not zu helfen, muss man keine Titel, keine Diplome haben. Man muss nur das Herz an der richtigen Stelle haben. Man kann jemandem helfen mit einer Kleinigkeit, mit einer Geste kann man schon helfen.«

Siegmund Pluznik

Siegmund Pluznik ist auch einer der Protagonisten unseres Heimatsucher-Films »Auf gute Nachbarschaft« aus dem Jahr 2015, der von seiner Begegnung mit einem anderen Zeitzeugen des Holocausts erzählt: Carlo Lietz, ein desertierter Wehrmachtssoldat. Beide verbrachten ihren Lebensabend in der Budge-Stiftung, einem Seniorenheim in Frankfurt, in dem Jüdinnen und Juden zusammen mit Christen leben.

An unserem Filmabend am 17. Januar zeigte Regisseurin Simone Hüttenberend die berührende Dokumentation der Begegnung der beiden Überlebenden.

Neben knapp 300 Besuchern nahmen in den vier Wochen in Oldenburg rund 140 SchülerInnen und Studierende an unseren Führungen durch die Ausstellung teil, lernten so die Geschichte der portraitierten Überlebenden kennen und wurden damit selbst zu Zweitzeugen. Viele von ihnen nutzen auch die Möglichkeit, mit den Überlebenden über handgeschriebene und oft liebevoll verzierte Briefe in Kontakt zu treten. Hier seht Ihr, wie viel das unseren Zeitzeugen bedeutet:

Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an Frau Gabriele Mesch, Geschäftsführerin der Regionalen Stiftung der Landessparkasse zu Oldenburg, an Frau Paula von Sydow vom Kulturbüro Oldenburg, an Frau Sandrine Teuber als Museumspädagogin und an das gesamte Stadtmuseum Oldenburg für die gelungene Zusammenarbeit.

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Was ist HEIMATSUCHER?

Wir von HEIMATSUCHER e.V. interviewen Zeitzeug*innen des Holocausts, dokumentieren ihre Geschichten und erzählen sie dann in Schulklassen und unserer Ausstellung weiter. Der Überlebende Elie Wiesel sagte einmal: »Jeder der heute einem Zeitzeugen zuhört, wird selbst ein Zeuge werden.« Und so sehen wir unseren Auftrag darin, als »Zweitzeug*innen«, (junge) Menschen stark gegen jegliche Art von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu machen. HEIMATSUCHER e.V. ist laut § 78 SGB VIII anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

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