Wirkung

Seit 2012 wurden bereits über 2.000 Schüler*innen zu Expert*innen eines Überlebenden. Sie fühlten mit, diskutierten über Diskriminierung und erzählten die Geschichten weiter. Inwiefern unsere Arbeit tatsächlich Mitgefühl, Hoffnung und Ermutigung zu tolerantem Handeln bewirkt, haben wir 2014 erstmalig in einer Analyse von 56 Briefen erhoben. In ihren Briefen drücken die Schüler*innen fast ausnahmslos (55 von 56 Briefen) ihr Mitgefühl aus. Dieser Ausdruck von Empathie in ganz eigenen Worten ist umso stärker zu werten, als dass die Schüler*innen keine Vorgaben für das Schreiben der Briefe hatten.

»ich finde das deine Lehrerin unfair war einfach so eine 5 zu vergeben weil man ein Jude ist, ich wäre sauer gewesen« [Brief einer Schülerin, 4. Klasse]

Auch äußern knapp die Hälfte der Schüler*innen eine Hoffnung für die Zukunft. Die Schüler*innen konnten das Thema somit als ein aktuelles verstehen und sahen ihre eigene Verantwortung in Form ihrer Expert*innenrolle.

»Ich kenne dein Leben jetzt, deswegen bin ich deine Expertin« [Brief einer Schülerin, 4. Klasse]

Was ist HEIMATSUCHER?

Wir von HEIMATSUCHER e.V. interviewen Zeitzeug*innen des Holocausts, dokumentieren ihre Geschichten und erzählen sie dann in Schulklassen und unserer Ausstellung weiter. Der Überlebende Elie Wiesel sagte einmal: »Jeder der heute einem Zeitzeugen zuhört, wird selbst ein Zeuge werden.« Und so sehen wir unseren Auftrag darin, als »Zweitzeug*innen«, (junge) Menschen stark gegen jegliche Art von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu machen. HEIMATSUCHER e.V. ist laut § 78 SGB VIII anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

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