Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus

Podiumsdiskussion

Chava Wolf rührt Schüler*innen in Köln zu Tränen

HEIMATSUCHER e.V. zu Gast beim 20. »Jugend- und Schülergedenktag« an der Königin-Luise-Schule in Köln

Der 27. Januar ist für uns bei HEIMATSUCHER immer ein ganz besonderer Tag, da er an die Befreiung der Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz durch sowjetische Truppen erinnert. Seit  1996 ist der 27. Januar der »Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus«.

Seit nunmehr 20 Jahren richtet die Stadt Köln den »Jugend- und Schülergedenktag« an der Königin-Luise-Schule aus, an dem sich Schüler*innen durch Projekte und unterschiedliche Darbietungen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern.

Dieses Jahr waren wir von HEIMATSUCHER e.V. eingeladen, um von uns zu berichten. In ein tolles und abwechslungsreiches Programm eingegliedert, präsentierten Vanessa und Ksenia mit viel Herz  und Gefühl die Überlebensgeschichten von Rolf Abrahamsohn und Erna de Vries. Die anwesenden Schüler*innen waren von den emotionalen Geschichten ebenso betroffen und gebannt wie ihre Lehrer*innen. Zwei Schüler*innen der Königin-Luise-Schule unterstützten uns tatkräftig und lasen jeweils einen Brief an die beiden Überlebenden vor. Von den Worten, die die Briefeschreiber an Erna und Rolf gefunden haben, waren alle Anwesenden beeindruckt und bewegt.

Im Anschluss zeigten wir unseren Film »Briefe für die HEIMATSUCHER«, in dem sich Ellisheva, Shoshanna, Tibi und Chava herzlich über ihre Post aus Deutschland freuen und tiefe Dankbarkeit für die Briefe der Schüler*innen zeigen. Die Worte von Chava: »Diese Briefe bedeuten mich als Mensch« rührten sowohl Schüler*innen als auch Lehrer*innen in Köln zu Tränen.

Nach dem Abschluss der Veranstaltung  lauschten noch ca. 40 interessierte Schüler*innen  gebannt Vanessas Erzählungen. In einem kurzen Workshop schilderte sie die Geschichte von Chava und ihrer Familie, wie sie den Holocaust überlebten. Die Schüler*innen waren trotz des Freitagsnachmittags sehr engagiert und wissbegierig.

Insgesamt war es unglaublich schön, Gast des »Jugend- und Schülergedenktages« zu sein.Unser Dank geht insbesondere an das Kölner Amt für Schulentwicklung, das uns in das Programm aufgenommen hat, und an die Königin-Luise-Schule für die tolle Kooperation. Wir freuen uns darauf, vielleicht bald öfter mit Kölner Schüler*innen zusammenzuarbeiten, damit die Geschichten, wie die von Rolf, Erna oder Chava, nicht in Vergessenheit geraten und wir nicht nur am 27. Januar an die Vergangenheit erinnern.

Ein Bericht von Ida

Was ist HEIMATSUCHER?

Wir von HEIMATSUCHER e.V. interviewen Zeitzeug*innen des Holocausts, dokumentieren ihre Geschichten und erzählen sie dann in Schulklassen und unserer Ausstellung weiter. Der Überlebende Elie Wiesel sagte einmal: »Jeder der heute einem Zeitzeugen zuhört, wird selbst ein Zeuge werden.« Und so sehen wir unseren Auftrag darin, als »Zweitzeug*innen«, (junge) Menschen stark gegen jegliche Art von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu machen. HEIMATSUCHER e.V. ist laut § 78 SGB VIII anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

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