Berührende Begegnung

Mit sehr einfühlsamen Worten begrüßte die Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen Rolf Abrahamson, als er vor Nachwuchskräften der Recklinghäuser Polizeibehörde seine Lebensgeschichte erzählte.

Sinngemäß sagte sie: »Unsere Intention ist es, dass nie wieder Polizisten als Handlanger für rassistische und antisemitische Zwecke missbraucht werden«.

Bei einem Besuch der Gedenkstätte Villa ten Hompel in Münster hatten die Recklinghäuser von Herrn Abrahamsons Geschichte erfahren und den Wunsch geäußert, ihn gern persönlich kennenlernen zu wollen. Der persönlichen Einladung Frau Zurhausens war Herr Abrahamson gerne gefolgt und erzählte daher am 15.12.2016 im Polizeipräsidium Recklinghausen seine Lebensgeschichte. Neben den Nachwuchs- und Führungskräften der Recklinghäuser Polizeibehörde waren auch Thomas Köhler, pädagogisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter Villa ten Hompel, und Anja Sigesmund, Zeitzeug*innenbeauftragte der HEIMATSUCHER, bei der Veranstaltung anwesend. Dabei überreichte Anja ihm Briefe von einer Schule aus Hamburg, die Katharina vor kurzem besucht hatte, worüber er sich sehr freute. Das Polizeipräsidium schenkte ihm außerdem Bäume für seinen Wald in Akko, Israel, wo er Bäume in Erinnerung an seine während der Shoah verstorbenen Familienmitglieder pflanzt. Rolf Abrahamson sagte, dass es wahrscheinlich vorerst seine letzte Veranstaltung wäre, die Vorträge strengen ihn sehr an. Schon Tage davor und auch danach kann er nicht mehr schlafen. Er war sehr offen für die vielen Fragen der Polizist*innen.

Wie sehr Herrn Abrahamson solche Vorträge, aber auch die bloße Erinnerung an den Nationalsozialismus beschäftigen, hatte er bereits einige Tage zuvor Anja und Marina gezeigt. Sie hatten die Ehre, ihn Zuhause zu besuchen und all die Teppiche zu bewundern, die er knüpft, wenn er nicht schlafen kann.

What is HEIMATSUCHER?

Wir von HEIMATSUCHER e.V. interviewen Zeitzeug*innen des Holocausts, dokumentieren ihre Geschichten und erzählen sie dann in Schulklassen und unserer Ausstellung weiter. Der Überlebende Elie Wiesel sagte einmal: »Jeder der heute einem Zeitzeugen zuhört, wird selbst ein Zeuge werden.« Und so sehen wir unseren Auftrag darin, als »Zweitzeug*innen«, (junge) Menschen stark gegen jegliche Art von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu machen. HEIMATSUCHER e.V. ist laut § 78 SGB VIII anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

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