#HEIMAT – neu gedacht

Ein Text- & Kreativworkshop zwischen gestern, heute & morgen.
Eine ganz persönliche Reise.
Und ein vollkommen überraschendes Ergebnis.

»Die Welt und wir sind ständig im Wandel. Wir haben viele neue Möglichkeiten uns zu vernetzen, auszutauschen und zu reisen. Viele Menschen sind unterwegs – manche vorübergehend, manche für immer. So kommt es, dass das Gefühl für die eigene Heimat nicht genau bestimmt werden kann.
Was bedeutet Heimat für jeden Einzelnen? Was war Heimat bisher und wie könnte sie zukünftig aussehen?«

Mit diesen Fragen haben wir in Kooperation mit dem Caritasverband Düsseldorf e.V. – »vielfalt. viel wert.« und »bilder im kopf« – im Juli zu einem viertägigen Workshop eingeladen. Und natürlich waren wir neugierig auf die Teilnehmer*innen; ihre verschiedensten Gedanken zu »Heimat«. Gemeinsam wollten wir uns dem Begriff auf verschiedenster Weise nähern – mit Gedichten, Worten, Fotos und Gegenständen versuchen, die eigene Heimat zu beschreiben und eventuell auch eine gemeinsame Definition zu finden. Dabei ging es immer um die bewusste Auseinandersetzung mit der Vielfalt von Menschen und den Abbau von möglichen Vorurteilen. Denn wie bei Frieda Kliger, deren Geschichte ich erzählen durfte, wird der Heimatbegriff eines jeden einzelnen nicht zuletzt durch seine persönliche Geschichte geprägt.

Überraschenderweise wurde das neue Workshopkonzept auch für mich selbst zu einer kleinen Identitätsreise. Denn im kleineren Kreis hatten wir die Zeit, tiefer einzutauchen. Besonders eindrücklich fand ich den Gedanken, dass Heimat nicht allein der Lebensbeginn sein kann – Gerüche, Geräusche, Bilder von früher – sondern ebenso der Ort oder Zustand, in dem man sein Leben zukünftig verbringen und zur Ruhe kommen will. Diese Dualität von Anfang und Ende hat meine eigene Definition von Heimat kräftig durchgeschüttelt.

Aber auch die ganz unterschiedlichen Eindrücke der Teilnehmerinnen ergaben im wahrsten Sinne des Wortes ein buntes Bild. Denn abschließend legte jede aus mitgebrachten Gegenständen ihre eigene Heimat-Assoziationen aus und schickte diese schließlich in einer Zeitkapsel in die Zukunft. Ob sich unsere Definitionen von Heimat ändern werden?

In jedem Fall werden die verschiedenartigen Assoziationen von Heimat nun in einer Ausstellung ab dem 1.9.  im Rathaus Benrath, Benrodestr. 46, 40597 Düsseldorf (Öffnungszeiten: Mo–Do 9–17 Uhr und Freitag 9–13 Uhr) gezeigt.

Sarah Hüttenberend, 1. Vorsitzende

What is HEIMATSUCHER?

Wir von HEIMATSUCHER e.V. interviewen Zeitzeug*innen des Holocausts, dokumentieren ihre Geschichten und erzählen sie dann in Schulklassen und unserer Ausstellung weiter. Der Überlebende Elie Wiesel sagte einmal: »Jeder der heute einem Zeitzeugen zuhört, wird selbst ein Zeuge werden.« Und so sehen wir unseren Auftrag darin, als »Zweitzeug*innen«, (junge) Menschen stark gegen jegliche Art von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu machen. HEIMATSUCHER e.V. ist laut § 78 SGB VIII anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

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