Vitrinen / Ausstellung

© Braunschweigisches Landesmuseum, Anja Pröhle

Jahresrückblick 2018

Es gibt vieles, was uns aus diesem Jahr lange in Erinnerung bleiben wird. Denn für uns ist 2018 ein erfolgreiches und erfülltes Jahr, das uns staunend zurück lässt. Wir haben über 2.400 Kinder und Jugendliche in ganz Deutschland erreicht. Über 1.300 Briefe wurden von Schüler*innen an unsere Zeitzeug*innen geschrieben. Wir haben drei Kooperationen mit Schulen geschlossen und zwar mit der Gesamtschule Verl, mit der Eichendorff-Grundschule und mit der Gemeinschaftsgrundschule Böhmerstraße.

Wir haben 105 Workshops geleitet und unsere Ehrenamtlichen waren in Israel und in Prag. Wir haben durch Spenden und durch Mitgliedsbeiträge knappe 25.000 Euro erhalten und staunen noch immer dankbar über den Betrag. Wir haben drei Ausstellungen betreut, in Braunschweig, Hildesheim und in Düsseldorf.

Wir haben drei Zeitzeug*innen-Interviews durchgeführt, mit Michaela VidlákovaGerhard Baader und Peter-Paul Klinger. Wir haben aufmerksam ihren Geschichten gelauscht. Wir konnten mit Hilfe von Spenden vier Schüler-Hefte in den Druck geben. Und all unsere 23 Zeitzeug*innen haben feste Vertrauenspersonen, die sie regelmäßig besuchen kommen. Unsere Vorsitzende Sarah Hüttenberend war für den EMOTION.award nominiert und auf der startsocial Preisverleihung betonte die Bundeskanzlerin die Wichtigkeit unserer Arbeit. Wir hatten noch mehr Anlässe uns rauszuputzen und uns zu freuen. Wir haben aber auch getrauert, als vier unserer Zeitzeug*innen gestorben sind. Wir werden nicht müde, die Geschichten von Djorde Alpar, Eberhard Polednik, Micha Schliesser und Bert Max Silbermann weiter zu erzählen.

Es haben sich interne Strukturen geändert, Teams neu gebildet und wir haben 21 neue Mitglieder hinzubekommen. Wir haben neue Formate ausprobiert, wie zum Beispiel »Auf einen Kaffee mit«. Wir haben uns umarmt und uns gefreut, als wir uns beim HEIMATSUCHER-Wochenende begegneten. Wir haben Begegnungen geschaffen dieses Jahr. Ganz viele. Und wir hoffen, dass 2019 ebenso ein Jahr der Begegnung sein wird. Ganz besonders freuen wir uns aber auch darüber, dass ihr das alles mit begleitet.

Wenn ihr jetzt denkt: Da wäre ich eigentlich gerne noch näher dabei, dann könnt ihr Euch bei uns melden. Wir können immer Hilfe und jedes Talent gebrauchen. Aktuell besonders gesucht: zuverlässige Koordinierer*innen, Kreative Freund*innen des Zusammenstellens und Schreibens kurzer Texte und strukturiertere Autor*innen.

What is HEIMATSUCHER?

Wir von HEIMATSUCHER e.V. interviewen Zeitzeug*innen des Holocausts, dokumentieren ihre Geschichten und erzählen sie dann in Schulklassen und unserer Ausstellung weiter. Der Überlebende Elie Wiesel sagte einmal: »Jeder der heute einem Zeitzeugen zuhört, wird selbst ein Zeuge werden.« Und so sehen wir unseren Auftrag darin, als »Zweitzeug*innen«, (junge) Menschen stark gegen jegliche Art von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu machen. HEIMATSUCHER e.V. ist laut § 78 SGB VIII anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

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