Auf gute Nachbarschaft: Die Begegnung eines jüdischen und eines nichtjüdischen Zeitzeugen des Holocausts

Frankfurt am Main, 21.04.2017. Versöhnung muss kein theoretisches Konstrukt bleiben: Das beweist die Begegnung eines jüdischen und eines christlichen Zeitzeugen, geschildert in dem eindrucksvollen Kurzfilm »Auf gute Nachbarschaft« des Zweitzeugenprojektes HEIMATSUCHER e.V.. Der Film (mit anschließender Diskussion) wird am 21. April 2017 um 16:00 Uhr in der christlich-jüdischen Budge-Stiftung in Frankfurt gezeigt. Der Eintritt ist frei; Spenden zugunsten von HEIMATSUCHER e.V. sind erbeten.

Der Film »Auf gute Nachbarschaft« entstand 2015/2016 in der Budge-Stiftung. Er dokumentiert die Begegnung von Siegmund Pluznik und Carlo Lietz – der eine ehemaliger jüdischer Widerständler, der andere desertierter Wehrmachtssoldat. Sie standen sich nun als Menschen gegenüber, neugierig auf den anderen und mit einer Offenheit, die beeindruckt. Bei gemeinsamen Treffen philosophieren sie über das Leben und begeben sich auf die Spuren ihrer Vergangenheit. Dabei entdecken sie vor allem Eines: Gemeinsamkeiten. So hart die Fronten damals waren, umso tiefer sind das gegenseitige Verständnis und die Freundschaft, die daraus entstehen.

Über HEIMATSUCHER


HEIMATSUCHER e.V. ist ein junges »Zweitzeugenprojekt« mit Sitz in Düsseldorf, das die Geschichten des Holocausts für die Zeitzeugen weiterträgt und im Heute thematisiert. Ursprünglich 2010 als studentische Initiative gegründet, ist HEIMATSUCHER seit 2014 ein eingetragener Verein und mittlerweile auf über 100 aktive ehrenamtliche Helfer*innen mit einem Altersdurchschnitt von 25 Jahren gewachsen. Durch persönliche Erzählungen in Schulen und Ausstellungen macht das Projekt Geschichte nachfühlbar und begreifbarer für die nachfolgenden Generationen. Bislang konnte die Initiative in 17 Wanderausstellungen über 12.000 Besucher erreichen. Darüber hinaus wurden über 3.800 Schüler*innen in Klassenführungen und Projektarbeiten eingebunden, die bis heute weit über 1.400 einfühlsame und mutmachende Briefe an die Überlebenden verfasst haben.

Kontakt bei Presseanfragen
Anja Sigesmund (a.sigesmund@heimatsucher.de) HEIMATSUCHER e.V.
Postfach 17 03 11
40084 Düsseldorf

Was ist HEIMATSUCHER?

Wir von HEIMATSUCHER e.V. interviewen Zeitzeug*innen des Holocausts, dokumentieren ihre Geschichten und erzählen sie dann in Schulklassen und unserer Ausstellung weiter. Der Überlebende Elie Wiesel sagte einmal: »Jeder der heute einem Zeitzeugen zuhört, wird selbst ein Zeuge werden.« Und so sehen wir unseren Auftrag darin, als »Zweitzeug*innen«, (junge) Menschen stark gegen jegliche Art von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu machen. HEIMATSUCHER e.V. ist laut § 78 SGB VIII anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

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