Team-Workshop Fundraising

Wir aus dem Team Fundraising haben uns im Mai in Düsseldorf getroffen, um dort gemeinsam an unseren Jahreszielen zu arbeiten. Wir, das sind Hermann, Rudi, Philipp, Daniela und Lena. Da wir deutschlandweit verteilt wohnen und uns sonst nur über das Telefon oder Videokonferenzen sprechen, versuchen wir uns hin und wieder an einem Ort zusammenzufinden.

In diesem Artikel beantworten wir Euch ganz persönlich ein paar wichtige Fragen rund um unseren Arbeitsbereich:

Hermann, das Thema Fundraising klingt erst mal nach vielen Zahlen und danach, etwas verkaufen zu wollen. Stimmt das? Warum hast Du Dich für diesen Bereich im Verein entschieden?

Fundraising bedeutet ja Mittelakquisition/Mittelbeschaffung für gemeinwohlorientierte Zwecke – und gemeinwohlorientiert ist die Arbeit von HEIMATSUCHER ausdrücklich. Im Alltagsgebrauch wird Fundraising oft mit Spendeneinwerbung oder Sponsoring gleichgesetzt. Tatsächlich umfasst Mittelakquisition für gemeinwohlorientierte Zwecke jedoch auch Akquisition öffentlicher Förderungen – insbesondere, wenn nachhaltige Strukturförderung angestrebt wird. Für die wichtige Arbeit von HEIMATSUCHER sind öffentliche Förderungen meines Erachtens perspektivisch unabdingbar, wenn sie nachhaltig gesichert, weiter qualifiziert und ausgebaut werden soll. Mit unseren Fundraising-Aktivitäten geht es also darum, die (wirtschaftlichen) Grundlagen für die weitere tolle Arbeit zu sichern – »Verkaufen« würde ich das nicht nennen. Politik und öffentliche Verwaltungen müssen meines Erachtens Interesse an dieser Sicherung haben. Es geht darum, dieses Interesse anzustoßen und in konkrete Förderungen umzusetzen. In meiner vorherigen beruflichen Arbeit war das Einwerben öffentlicher Mittel Alltag; von daher lag die Mitarbeit in diesem Bereich auf der Hand.

Philipp, was gibt es über Fundraising zu wissen, was viele gar nicht direkt damit assoziieren? Braucht man bestimmte Vorkenntnisse, um in Eurem Team mitzumachen?

Dass es sehr viel Spaß machen kann. Nein, im Ernst: Anders, als viele vermutlich denken, geht es beim Fundraising gar nicht direkt nur ums Geld. Das steht natürlich am Ende unserer Fundraising-Bemühungen. Davor stehen aber so viele Schritte und Aufgaben, die absolut nichts mit Zahlen zu tun haben. Das finde ich das spannende daran, die Vielfalt der Aufgaben: Es geht ums Recherchieren, um den Austausch mit und das Lernen von anderen Organisationen und Menschen, die Konzeption von neuen Projekten und das Schreiben von Konzepten und Anträgen, das gemeinschaftliche Brainstormen, die Einblicke in die Welt der Stiftungen oder öffentlichen Förderprogramme…

Vorkenntnisse sind da natürlich hilfreich – die hat aber z.B. auch jeder, der schon mal etwas für die Uni recherchiert hat, eine Textzusammenfassung erstellt hat o.ä. – Fundraising mit all den oben genannten Schritten ist etwas, das man sehr gut lernt, während man es tut. Über die kleinen unterstützenden Aufgaben verschafft man sich die nötige Erfahrung. Hier können sich also sowohl die kreativen Freidenker als auch die Prozess-Freaks und alle, die irgendwo dazwischen liegen, super einbringen. 

Lena, was sind die Herausforderungen bei Euch im Team und wie geht Ihr damit um?

Unsere Vision ist, dass jeder Mensch in Deutschland als Zweitzeug*in aktiv Teil an einer toleranten, offenen und vielfältigen Gesellschaft hat, die so etwas wie den Holocaust nicht mehr zulässt. An dieser Vision arbeiten wir in allen Teams! Damit wir diese wichtige Arbeit langfristig machen können, brauchen wir eine konstante Absicherung und Weiterentwicklung unserer hauptamtlichen Strukturen. Wir bekommen extrem viele Nachfragen von Bildungseinrichtungen, unsere Ehrenamtlichen schaffen es kaum noch, alle Projektaufträge anzunehmen. Gleichzeitig möchten wir unsere Ehrenamtlichen fördern und ihre Arbeit gut organisieren – auch das ist nicht allein im Ehrenamt realisierbar. Deshalb arbeiten wir im Fundraising daran, eine nachhaltige Finanzierung für den Verein auf- und auszubauen.

Daniela, was wünscht Du Dir für das Team für die nächsten Monate?

Ich wünsche mir, dass wir Erfolg haben beim Interessensbekundungsverfahren in der zweiten Förderperiode des Bundesprogramms »Demokratie leben!«, dass unsere Idee Zuspruch bekommt und wir das Go für den offiziellen Antrag bei »Demokratie leben!« im Herbst bekommen. Das wäre wirklich eine tolle Belohnung für die ganze Arbeit, Zeit und Power, die wir in unser Herzensprojekt hineinstecken. Zusätzlich arbeiten wir daran, öffentliche und langfristige Förderungen für unsere Infrastruktur zu bekommen – daher ist ein weiterer Wunsch, dass das bald klappt und wir unsere Arbeit wirklich nachhaltig sichern können! Der dritte Wunsch ist ganz klar, dass wir uns alle ganz bald wiedersehen! Denn wir HEIMATSUCHER sind schon eine wunderbare Truppe!

Danke an FESCH für die Unterstützung unserer HEIMATSUCHER-Workshops.

Du möchtest gerne ehrenamtlich bei uns mitmachen?

Wir freuen uns auf Dich! Melde Dich am besten direkt bei Lena.

Du arbeitest in einem Unternehmen oder bist Geschäftsführer*in und möchtest uns unterstützen?

Es gibt viele Möglichkeiten für kleine, mittelgroße und große Unternehmen. Schreib uns einfach eine Mail – wir geben Dir gerne passende Informationen. Natürlich freuen wir uns ebenso über jede Mitgliedschaft und Spende, jeden Austausch, jede Idee und Anfrage.

Ansprechpartner*in Fundraising:

Lena Hartmann, l.hartmann@heimatsucher.de, 0176-81553835. 

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Was ist HEIMATSUCHER?

Wir von HEIMATSUCHER e.V. interviewen Zeitzeug*innen des Holocausts, dokumentieren ihre Geschichten und erzählen sie dann in Schulklassen und unserer Ausstellung weiter. Der Überlebende Elie Wiesel sagte einmal: »Jeder der heute einem Zeitzeugen zuhört, wird selbst ein Zeuge werden.« Und so sehen wir unseren Auftrag darin, als »Zweitzeug*innen«, (junge) Menschen stark gegen jegliche Art von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu machen. HEIMATSUCHER e.V. ist laut § 78 SGB VIII anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

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